Kennst du den Unterschied zwischen Rind, Kuh und Kalb?

Die Unterschiede haben doch etwas mit dem Alter zu tun und mit dem Geschlecht. Eine Kuh gibt doch Milch, ein Rind und ein Kalb Fleisch, oder? Wenn du Rindfleisch kaufst, so kann dies auch Kuhfleisch oder sogar Fleisch von einem Ochsen oder einem Stier sein? So oder so ähnlich lauten die meisten Erklärungsversuche.
Kennst du den Unterschied zwischen Rind, Kuh und Kalb? - Alpahirt

Die Unterschiede haben doch etwas mit dem Alter zu tun und mit dem Geschlecht.
Eine Kuh gibt doch Milch, ein Rind und ein Kalb Fleisch, oder? Wenn du Rindfleisch kaufst, so kann dies auch Kuhfleisch oder sogar Fleisch von einem Ochsen oder einem Stier sein? So oder so ähnlich lauten die meisten Erklärungsversuche.

Das ist zwar sogar teilweise richtig, aber am Ende machen die Details dann doch den entscheidenden Unterschied. Schauen wir uns die Sache also einmal etwas genauer an.

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Das Rind (Hausrind)

Wenn wir von Rindern sprechen, dann meinen wir in aller Regel die domestizierte Form eines Auerochsen, das Hausrind. Hausrind ist demnach die Bezeichnung der gesamten Art, egal ob wir von einer Kuh, einem Kalb oder einem Ochsen sprechen. Das ist so wie bei einer Familie. Da gibt es Mama, Papa, Oma und Opa, aber alle sind die Familie Müller. Wasserbüffel gehören übrigens nicht dazu.

Jungtiere

Noch nicht geschlechtsreife Jungtiere bis zum 7. Lebensmonat nennt man Kalb. Vom 8. bis zum 12. Monat heissen sie dann Jungrind. Fresser sind Jungtiere von Milchkühen, die bereits begonnen haben, Gras etc. zu fressen. Absetzer sind analog die Jungtiere aus der Fleischrinderhaltung.

Je intensiver die Haltung (Zucht) ist, desto früher werden die Tiere entwöhnt - schliesslich wollen die grossen Fleischkonzerne die Milch ja verkaufen und nicht an die Kälber verfüttern.

Bei den Tieren, die Alpahirt verarbeitet, ist das übrigens ganz anders: Die Jungtiere leben mit der Mutter zusammen und trinken so lange deren Milch, wie es die Natur will!

Weibliche Rinder

Färse
Bis ein weibliches Rind das erste mal gedeckt wird, nennt man es Färse. Es gibt aber noch eine ganze Reihe gleichbedeutender Bezeichnungen, die sich nur in ihrer regionalen Herkunft unterscheiden, aber alle dasselbe meinen: Kalbin, Kalbe, Rind, Quie, Quiene, Starke, Sterke, Queen, Queene, Beijst, Beijste, Manse, Mänsche, Meis oder auch Galtlig, Guschti, Gusti bzw. Schump(e).

Kuh
Sobald ein weibliches Rind ihr erstes Kalb geboren hat, nennt man es Kuh. Manchmal wird auch noch der Begriff Jungkuh für Tiere verwendet, die zwischen der ersten und zweiten Geburt des Nachwuchses stehen. Als Milchkuh bezeichnet man Tiere, die für der Milchproduktion dienen und als Mutterkuh, Tiere aus der Fleischzucht. Ammenkühe sind solche, die Kälber anderer Kühe nähren.

Männliche Rinder

Stier/Bulle
Auch für einen Stier, also ein geschlechtsreifes männliches Hausrind, gibt es viele regionale Bezeichnungen: Bulle, Samenochse, Samenrind, Farre, Farren, Fasel, Faselochse, Hage, Hägel, Häge, Hägi, Haigel, Muni oder Hummel.

Mastbullen dienen primäre der Fleischgewinnung, während Zuchtbullen zur Besamung der Kühe eingesetzt werden. Bis zum Alter von 24 Monaten nennt man sie auch Jungbulle. Ist ein Stier 3 Jahre alt, nennt man ihn auch Terz.

Ochse
Wurde ein männliches Rind kastriert, wird es als Ochse bezeichnet. In besonderen Fällen auch als Muchse.

Und was genau essen wir nun, wenn wir Rindfleisch kaufen?

Da alle dieser Tiere zu der Gattung der “Eigentlichen Rinder” gehören, können sie auch alle als Rindfleisch verkauft werden - egal ob es sich um ein weibliches oder männliches Tier, um einen Zuchtochsen oder eine Färse handelt … oder hast du schon mal Kuhfleisch auf einer Packung gelesen?

Bei Kalbfleisch ist es etwas anders. Natürlich könnte man Kalbfleisch auch als Rindfleisch verkaufen, aber da wären die Hersteller und Händler ja dumm, denn Kalb ist viel zarter, hochwertiger und teurer und daher haben sie hierfür einen eigenen Namen geschaffen.

Burger werden zumeist aus älteren Tieren hergestellt
Da man einen Burger-Bratling oder auch Hackfleisch im allgemeinen “nur” als Rinderhack verkauft - ohne dass man genau bezeichnet, von welcher Art Tier es stammt - werden hierfür gerne ältere Tiere verwendet.

Die meisten Tiere werden ziemlich jung geschlachtet
Ein Kalb wird üblicherweise mit maximal 5 Monaten geschlachtet, ein Rind in einem Alter von durchschnittlich 11 Monaten. Eine Milchkuh hat mit durchschnittlich 5 Jahren ausgedient.

Und bei Alpahirt?

Vielleicht wirst du dich fragen, welche Tiere nun genau in den Produkten von Alpahirt verarbeitet wurden. Diese Frage beantworten wir sehr gerne, denn wir sind sehr stolz auf unsere Bauern, die für uns das Fleisch liefern.

Hierbei handelt es sich nämlich ausschliesslich um Mutterkühe aus der Region. Und was haben wir gerade erst (weiter oben) gelernt? Mutterkühe sind Tiere, die wegen der Aufzucht ihrer Nachkommen gehalten werden. Sie werden häufiger draussen gehalten und können ihren natürlichen Trieben Folge leisten und ihr Kalb säugen. Hierbei geht es also nicht darum, ihre Milch zu verkaufen, sondern das Fleisch ihrer Nachkommen. Die Bauern sind demnach nicht von dem Verkauf der Milch abhängig und so kommt diese in grossen Teilen den Kälbern zugute.

Nur, wenn was Gutes rein geht, kann auch was Gutes rauskommen
Unser naturbelassenes Trockenfleisch stammt von älteren Mutterkühen aus Graubünden, die durchschnittlich 10 Jahre alt werden und 8 Sommern auf der Alp verbracht haben. Unsere Bio-zertifizierten Partnerbauern verzichten alle komplett auf die Zugabe von Leistungsfutter und legen Wert auf eine möglichst naturnahe Aufzucht mit sehr viel Weidegang.

Weidefleisch, also Fleisch von Grassfressern, hat eine sehr gute Fettsäure Zusammensetzung und ein ideales Verhältnis von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Ein spannend Detail ist, dass Kühe auf der Weide zusammen mit den Gräsern täglich sieben bis zehn Kilogramm Bakterien und andere Kleinstlebewesen mitfressen. Also Proteine, ohne die eine Kuh genauso wenig leben kann wie wir Menschen. Fleisch von wesensgerecht gehaltenen Grasverwerten ist also äusserst gesund.

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