Gesundes Tier - gesunder Mensch

Die Forschung zeigt nun, dass die extensive Tierhaltung auf der Alpweide, wie sie bei Alpahirt Standard ist, den Fleischgehalt an ungesättigten Fettsäuren stark beeinflusst.
Gesundes Tier - gesunder Mensch

Wenn du mit unseren Werten des Tierwohls, der Nachhaltigkeit und der kompromisslosen Fleischqualität vertraut bist, weisst du mittlerweile, dass die Themen Weidehaltung und die Alpwirtschaft bei uns eine grosse Rolle spielen. Aber warum sind diese Faktoren für uns und dich so wichtig? Und wie wirken sie sich auf die Qualität von Salsiz, Bergfleisch und co. aus?

Das Futter…

Die Alpahirt-Kühe verbringen die meiste Zeit ihres langen Lebens an der frischen Luft. Im Sommer sind sie gar während rund 100 Tagen auf der Alp, wo sie nach Lust, Laune und ihrem jeweiligen Nährstoffbedarf Gras und Kräuter fressen dürfen. Dieses Grünfutter bildet seit Jahrtausenden die natürliche und artgerechteste Ernährungsgrundlage der Wiederkäuer.

Mithilfe dieser Gräser und Kräuter decken Kühe in Weidehaltung ihren täglichen Nährstoffbedarf. Und dies ganz ohne Kraftfutter, das in intensiven Haltungsformen oft Bestandteil der Futterration ist. Kraftfutter wird eingesetzt, damit die Tiere schneller wachsen und dadurch schneller zu Geld gemacht werden können. Im Schnitt erhält sogar die Schweizer Bio-Kuh immer noch rund 600 Kilogramm Kraftfutter jährlich. Der Einsatz von Kraftfutter kann bei der Kuh allerdings beispielsweise zu Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts führen. Die Mägen der Kuh sind schlicht nicht auf so energie- und proteinreiches Futter getrimmt.

…und seine Inhaltsstoffe

Die Nährstoffe, die die Alpahirt-Kühe dabei auf der Alp zu sich nehmen, bestehen nun nicht nur aus Proteinen und Kohlenhydraten, sondern auch aus Fetten und sehr vielen sekundären Pflanzenstoffen. Und Fett ist nicht gleich Fett: Wie beim Menschen kann das Rind einige Fettsäuren zwar selber produzieren – andere jedoch müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, um den Bedarf zu decken. Diese Fettsäuren nennt man „mehrfach ungesättigte Fettsäuren“.

Vielleicht hast du davon schon einmal gehört oder gelesen, denn es sind dieselben Omega-3-Fettsäuren, die auch für den Menschen von essenzieller Bedeutung sind. Sie schützen das Herz-Kreislaufsystem und die Zellwände von Tier und Mensch. Wie die Natur es so will, kommen sie dabei besonders häufig in den Gräsern und Kräutern vor, die unsere Kühe in Weidehaltung täglich zu sich nehmen.

Die Forschung zeigt, dass die extensive Tierhaltung auf der Alpweide, wie sie bei Alpahirt Standard ist, den Fleischgehalt an ungesättigten Fettsäuren stark beeinflusst. Extensive Haltung bedeutet im Gegensatz zur intensiven Tierhaltung grundsätzlich, dass das Wirtschaftssystem nicht auf der maximalen Ausbeutung der Ressourcen beruht. Im Einzelnen bedeutet das zum Beispiel, dass die Höfe ökologische Ausgleichsflächen zur Förderung der Biodiversität erhalten oder, dass den Tieren mehr Freilauf zur Verfügung steht. Das Fleisch von Tieren aus Weidehaltung weist rund dreimal so viele Omega-3-Fettsäuren auf, wie Rindfleisch aus kraftfutterbasierter Tierhaltung. Dabei stärken Omega-3-Fettsäuren das Immunsystem und haben eine entzündungshemmende Wirkung.

Tatsächlich reicht die Menge an Omega-3-Fettsäuren in unseren Salsiz und Bergfleisch von Kühen aus Weidehaltung aus, um unseren Bedarf zu decken. Da sich die Tiere auf der Alp viel bewegen, ist ihr Fleisch grundsätzlich fettarm. Das vorhandene Fett ist allerdings von hohem ernährungsphysiologischen Wert für den Menschen. Fleisch aus Weidehaltung in Bergregionen weist darüber hinaus einen geringeren Wert an Trans-Fetten auf als solches aus dem Tal. Transfette gelten aus gesundheitsschädlich, weil sie die optimale Funktionsweise unserer Zellen stören.

Gesundheit hat seinen Preis

Die erwähnten gesundheitlichen Vorteile haben allerdings seinen Preis für die Bauern und dadurch auch für den Verbraucher. Die Futteraufnahme von Rindern in Weidehaltung ist mit einem erhöhten Arbeitsaufwand für die Tiere verbunden. Um an die auch für uns wichtigen Nährstoffe zu gelangen, müssen sie die teils steilen Hänge hoch- und herunterklettern. Hierbei verbringen sie einen grossen Teil des Tages mit dem Aufsuchen von Futterplätzen. Dadurch benötigen sie länger, um zu wachsen. Zeit, die ihnen auf den Partnerhöfen von Alpahirt gegeben wird und die sich in einer höheren Fleischqualität und einem geringeren, aber hochwertigeren Fettgehalt niederschlägt. Ausserdem ist die Weidefütterung nicht im gleichen Masse berechenbar wie Haltungsformen, die Kraftfutter einsetzen. Das bedeutet, dass der Bauer zum Zeitpunkt X nicht mit dem Ergebnis Y rechnen kann (z. B. einem hohen Schlachtgewicht). Dadurch bildet die Weidehaltung den ersten Baustein des Naturprodukts „Rindfleisch“. Langsames Wachstum und Tierwohl fordern auch für uns Konsumenten einen höheren Preis – zahlen sich am Ende aber auch hinsichtlich unserer Gesundheit allemal aus.

Quellen

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