Neu im Shop: TK-Natur-Rindshackfleisch

Neu im Shop: TK-Natur-Rindshackfleisch

Bei Alpahirt verstehen wir uns als Partner und Unterstützer regenerativ arbeitender Landwirte. Diese Partnerschaft fusst auf Vertrauen, Transparenz und einem kollektiven Verständnis davon, wie eine zukunftstaugliche Landwirtschaft aussehen soll – gemeinschaftlich stellen wir die Umwelt und das Tierwohl in den Mittelpunkt. 

Das Tier gesamtheitlich nutzen (Nose to tail)

Eines der Ergebnisse dieser fruchtbaren Kooperation ist, dass wir immer das ganze Tier verarbeiten, statt nur auf Edelstücke zurückzugreifen. So sorgen wir einerseits für ein gewisses Mass an Einkommenssicherheit für den Landwirt – dessen Arbeit dadurch wertgeschätzt wird. Andererseits erlaubt es uns, die komplette Kuh zu verwenden, statt diese wertvolle Ressource in Teilen zu verschwenden. 

Diese Maxime bringt für Alpahirt allerdings auch Herausforderungen mit sich – eine davon ist es, dass wir seit einiger Zeit mehr Salsizfleisch im Lager haben, während unser Bergfleisch häufig ausverkauft ist. 

Wir wollen nicht den Weg der Industrie gehen und Einzelteile zukaufen. Und da uns gleichzeitig seit einigen Jahren immer wieder der Wunsch nach einem Frischfleisch-Angebot erreicht, haben wir es gemeinsam mit unseren treuen Kunden und Landwirten geschafft, für beides eine Lösung zu finden.

Tiefgekühltes Natur-Hackfleisch von Alpahirt

Wir freuen uns als Ergebnis dieses Prozesses sehr, euch mitteilen zu dürfen, dass ihr neu auch tiefgekühltes Natur-Hackfleisch bei uns ab sofort bestellen könnt! 

Wie ihr es von uns gewohnt seid, stammt das Fleisch von Bündner Mutterkühen traditioneller alpiner Rinderrassen, deren Futter aus Gras, Heu und Kräutern (Feed no Food) bestand. – das Hackfleisch ist daher nicht nur von aussergewöhnlichem Geschmack, sondern auch voller wertvoller Nährstoffe, die ihren Weg über die Alpkräuter und -gräser ins Fleisch gefunden haben. 

Kurze Schlachtwege, Tierwohl und Gesundheit stehen auch bei unserem Natur-Hackfleisch an oberster Stelle. Da die Tiere den ganzen Sommer auf saftigen Alpweiden verbracht haben, stecken in unserem Natur-Hackfleisch durch das artenreiche Futter auf den Alpweiden viele wertvolle Sekundär- und Mineralstoffe, von denen Ihr auch gesundheitlich profitiert. Durch die optimale, mehrwöchige Reifung ist das Natur-Hackfleisch von derselben hervorragenden Qualität wie unsere Trockenfleischprodukte.

Volle Transparenz

Um den Transparenz-Aspekt zu Ende zu führen und gemeinsam den nächsten Schritt zu gehen, möchten wir euch von nun an tiefere Einblicke und mehr Infos zu unserem Naturfleisch geben. Das Hackfleisch ist hier der Anfang. 

Beim Bestellvorgang sowie mittels des unten aufgeführten QR-Codes werdet ihr daher auf eine Seite geführt, die den Landwirt, die Rasse, die Verarbeitung und die Alp aufführt, auf der das Tier den Sommer über grasen durfte. Dies dient der maximalen Transparenz und Solidarität entlang des gesamten Wertschöpfungsnetzwerks!

Landwirtschaft im Wandel

Seit der Nachkriegszeit und infolge der Green Revolution (die «grüner» klingt, als sie es war), insbesondere aber seit Mitte der 1990er-Jahre, befindet sich die Schweizer Landwirtschaft in einem Prozess des starken Strukturwandels. 

Verglichen mit 1995 hat die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe um ein Drittel abgenommen. Dieses Hofsterben geht mit einer Zentralisierung der Betriebe einher, deren durchschnittliche Flächen pro Hof im gleichen Zeitraum um rund 45 % gewachsen sind. 

Der Hauptgrund dafür ist, dass sich das Bauern nicht (mehr) rechnet – über die Hälfte der Landwirte sind von den staatlichen Direktzahlungen abhängig. Diese sind eine Folge der teils irreparablen Schäden, die die preisgestützte Förderpolitik des 20. Jahrhunderts verursachte. Bis 1993 orientierten sich die Subventionen an den vorgängig ausgehandelten und festgelegten Produktionskosten – so wurden nicht nur die Umweltauswirkungen einer intensiven Produktion, sondern auch der tatsächliche Bedarf ausser Acht gelassen und am Markt vorbei produziert.

Seit rund drei Jahrzehnten gilt die mehrmals überarbeitete Direktzahlungsverordnung, nach der fast alle Landwirte der Schweiz subventioniert werden. Heute baut diese auf dem Ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) auf, nach dem 97 % der Bauern arbeiten. Dieser sieht etwa die Schaffung von Biodiversitätsflächen (7 % der Flächen) oder eine ausgeglichene Düngerbilanz vor. Ausserdem werden weitere, freiwillige Zusatzleistungen vom Bund entlohnt – zum Beispiel durch die sogenannten Biodiversitäts- oder Landschaftsqualitätsbeiträge. 

Weil die Alpwirtschaft wichtig für den Erhalt des Schweizer Artenreichtums und die Ernährungssicherheit der Gesellschaft ist, wird auch die Berglandwirtschaft vom Bund durch Sömmerungsbeiträge gefördert. So sind etwa die meisten unserer Partner-Landwirte Empfänger dieser Zusatzbeiträge. 

Trotz dieser gesellschaftlichen und politischen Bemühungen ist die Berglandwirtschaft heute vorwiegend eine Herzensangelegenheit für alle Beteiligten. Vielfach wurde der Hof bereits von den Eltern und Grosseltern und Urgrosseltern und deren Eltern geführt. Es ist dieselbe bäuerliche und regionale Verwurzelung, die wir auch bei Alpahirt lieben und leben. 

Gemeinsam mit euch möchten wir einen Beitrag leisten, dieser Lebensart wieder die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdient. Wir danken euch, dass ihr mit uns diesen Weg geht und hoffen, ihr geniesst unser neues Bündner Natur-Rindshackfleisch. 

Alle Informationen zur Verarbeitung, der Alp und den Tieren sowie dem Alpahirt-Landwirt der aktuellen Charge findest du hier.

Quellen

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