Black Friday Frust: Warum immer mehr Marken den Konsumwahnsinn satthaben

Black Friday Frust: Warum immer mehr Marken den Konsumwahnsinn satthaben

Der Black Friday ist längst auch in der Schweiz angekommen und mit ihm der Frust über überfüllte Shops, Wegwerfware und sinnlose Rabatte. 


Immer mehr Menschen entscheiden sich deshalb für den Fair Friday: einen Tag für Qualität, Nachhaltigkeit und bewussten Konsum. Genau dafür steht auch Alpahirt, seit dem ersten Tag.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Patagonia als Vorbild: Mit „Don’t Buy This Jacket“ begann der Wandel.
  • REI machte dicht: Mitarbeitende bekamen frei – und das Vertrauen der Kundschaft.
  • IKEA repariert statt reduziert: Rückkaufaktionen statt Rabattschlachten.
  • Teemill denkt im Kreis: Recycling statt Neuware – die Zukunft der Mode.
  • Alpahirt lebt den Wandel: Kein Preisnachlass, aber ehrlicher Mehrwert – für dich und die Natur.

1. Patagonia – „Don’t Buy This Jacket“: Der Aufruf zum Nichtkaufen

2011 startete das US-Unternehmen Patagonia eine der provokantesten Kampagnen der Werbegeschichte: Inmitten des weltweiten Black-Friday-Wahns erschien in der „New York Times“ eine ganzseitige Anzeige mit dem Satz: „Don’t Buy This Jacket.“


Eine Outdoor-Marke, die öffentlich dazu aufrief, ihre eigene Jacke nicht zu kaufen – das war radikal. Doch die Botschaft war glasklar: Kauf nur, was du wirklich brauchst.


Patagonia forderte Kund:innen auf, ihre Kleidung zu reparieren, zu teilen oder gebraucht zu kaufen. Der Slogan wurde zum Sinnbild einer neuen Haltung gegen die allgemeine Wegwerfmentalität und für mehr Verantwortung.


Patagonia beweist damit, dass Ehrlichkeit kein Verkaufsrisiko ist, sondern Vertrauen schafft.

Genau das lebt auch Alpahirt: Wir sagen nicht „Kauf mehr“, sondern „Kauf besser“.

Unsere Produkte entstehen nicht durch Marketingtricks, sondern durch echte Werte wie keine Verwendung von Zusatzstoffen, keine Massenproduktion und keine Rabatte.


Patagonia zeigte, dass bewusster Konsum nicht Verzicht bedeutet, sondern vielmehr Befreiung vom Überfluss. Und genau das wollen wir mit Naturfleisch auch: weg von der Quantität, hin zum echten Wert.

2. REI – #OptOutside: Wenn Einkaufen Pause macht

Der amerikanische Outdoor-Händler REI (Recreational Equipment Inc.) tat 2015 etwas, das in der Konsumwelt fast undenkbar war: Er schloss am Black Friday alle seine Filialen, bezahlte seine über 12’000 Mitarbeitenden weiter und forderte sie auf, den Tag draussen in der Natur zu verbringen.


Unter dem Hashtag #OptOutside (übersetzt: Entscheide dich fürs Draussensein) rief REI seine Kundschaft dazu auf, es ebenso zu tun: statt in Schlangen vor Läden zu stehen, lieber Berge, Wälder oder Wege zu erkunden.


Was als mutiger Schritt begann, wurde zur globalen Bewegung. Millionen Menschen teilten ihre Wanderbilder, und der Hashtag wurde zu einem Synonym für bewussten Konsumverzicht.


REI zeigt, dass ein Unternehmen auch dann wachsen kann, wenn es an einem der umsatzstärksten Tage des Jahres nichts verkauft. Das ist kein Widerspruch, sondern ein Werteentscheid und genau das verbindet REI mit Alpahirt:


Wir glauben, dass Freizeit, Natur und Genuss wichtiger sind als Rabattcodes. Bei uns steht Vertrauen über Verkauf und Ehrlichkeit über Umsatz. Unsere Produkte entstehen draussen, auf Bündner Wiesen und Alpen, nicht in Fabrikhallen.


Während REI seine Kund:innen in die Natur schickt, bringen wir sie mit jedem Bissen zurück zur Natur, zu echtem Geschmack, echter Herkunft und echtem Bewusstsein.


Good to know: Rabatte sind oft trügerisch. 


Viele Black-Friday-Aktionen sehen beeindruckend aus, sind es aber eigentlich gar nicht: “Die angegebenen Preisnachlässe beziehen sich häufig nicht auf einen zuvor angeboteten Preis, sondern auf die unverbindliche Preisempfehlung und erscheinen dadurch deutlich höher, als sie es tatsächlich sind“, erklärt Oliver Buttler, Verbraucherrechtsexperte aus Deutschland.


Ein Beispiel:


Ein Produkt mit einer UVP von CHF 100 wird monatelang für CHF 79 verkauft. Am Black Friday steht dann «–30 % Rabatt» (auf die UVP), also CHF 70. In Wahrheit spart man also nur CHF 9, nicht CHF 30. Das ist kein fairer Deal, sondern ein psychologischer Trick, der Konsumdruck erzeugt.


3. IKEA – Buyback Friday: Alte Möbel statt neue Rabatte

Während andere Möbelhäuser mit Rabattschlachten um sich werfen, setzt IKEA seit 2020 auf das Gegenteil: den Buyback Friday. Kund:innen können ihre gebrauchten Möbelstücke in die Filiale zurückbringen und erhalten dafür einen Gutschein, um sie später weiterzuverwenden oder zu spenden. So werden aus alten Regalen und Tischen neue Lieblingsstücke.


Die Idee dahinter ist natürlich Ressourcen zu schonen, Produkte länger im Kreislauf zu halten und zu zeigen, dass Nachhaltigkeit auch im grossen Stil funktionieren kann.

Statt kurzfristigem Umsatz setzt IKEA auf langfristiges Vertrauen und macht den Black Friday zum Symbol für Kreislaufwirtschaft statt Konsumexzess.


Was hat das mit Alpahirt zu tun? Auch wir bei Alpahirt glauben, dass echter Wert nicht im Neukauf liegt, sondern im bewussten Umgang mit dem Bestehenden.


So wie IKEA Möbeln ein zweites Leben gibt, geben wir mit jedem Stück Naturfleisch der Landwirtschaft ein Stück Würde zurück.


Good to know: 1 Million Tonnen alte Möbel werden pro Jahr in der Schweiz verbrannt 


In der Schweiz werden laut weitergeben.org jährlich rund 1’000’000 Tonnen Möbel verbrannt (Sperrmüll), die noch brauchbar gewesen wären. Würden alle Schweizer Haushalte nur ein Möbelstück pro Jahr weiterverwenden, könnten rund 50’000 Tonnen Holz und über 150’000 Tonnen CO₂ eingespart werden.


Der Buyback Friday zeigt: Nachhaltigkeit beginnt nicht beim Neukauf, sondern bei der Entscheidung, etwas nicht wegzuwerfen.

4. L’Occitane – Spenden statt Schnäppchen

Die französische Naturkosmetikmarke L’Occitane en Provence hat den Black Friday längst abgeschafft. Statt Rabatte zu geben, nutzt sie den Tag, um Bäume zu pflanzen, lokale Initiativen zu unterstützen und über Klimaschutz zu sprechen.


Unter dem Motto „Change starts with small acts“ spendet das Unternehmen jedes Jahr einen Teil seines Umsatzes an Projekte zur Aufforstung und Biodiversität.


Damit lenkt L’Occitane die Aufmerksamkeit weg vom Preisschild und hin zu Verantwortung und Wertschätzung. Die Marke zeigt, dass Nachhaltigkeit kein Marketingthema, sondern eine Haltung ist. Und dass man als Unternehmen auch an einem globalen Konsumtag glaubwürdig anders handeln kann.


Auch bei Alpahirt steht Bewusstsein über Belohnung: Wir investieren nicht in Rabattschilder, sondern in gesunde Böden, faire Partnerschaften und ehrliches Handwerk.

5. Teemill – Kreislauf statt Konsum

Das britische Label Teemill hat den Black Friday kurzerhand abgeschafft und durch einen eigenen „Circular Friday“ ersetzt. Statt Rabatte zu versprechen, bittet das Unternehmen seine Kund:innen, alte T-Shirts zurückzuschicken. Aus diesen Kleidungsstücken entstehen neue,  aus derselben Baumwolle, im selben Kreislauf.


Damit wird jedes Produkt zum Rohstoff für das nächste. Kein Abfall, kein Überfluss, keine Wegwerfware. Teemill zeigt, dass Nachhaltigkeit in der Mode nicht heissen muss, weniger zu produzieren, sondern einfach nur besser.


Auch bei Alpahirt geht es um denselben Gedanken: Nichts verschwenden, alles verwerten. So entsteht aus Respekt vor dem Tier und der Natur ein geschlossener Kreislauf, ganz ohne Massenproduktion und ganz ohne Überfluss.

6. The Body Shop – Green Friday mit Wirkung

Anstatt den Preiskrieg mitzumachen, hat The Body Shop den „Green Friday“ ins Leben gerufen. Statt Rabatte gibt’s dort Spenden: Ein Teil des Umsatzes geht an Umwelt- und Sozialprojekte, die sich für Artenvielfalt, faire Löhne und Gleichberechtigung einsetzen.


Die Kund:innen kaufen also nicht nur ein Produkt, sondern beteiligen sich aktiv an einer Veränderung. The Body Shop zeigt, dass sich Konsum und Verantwortung nicht ausschliessen, sondern ergänzen können.


Auch wir bei Alpahirt glauben: Jeder Einkauf kann ein Statement sein. Wenn du bei uns einkaufst, unterstützt du eine Landwirtschaft, die Kreisläufe schliesst, Böden stärkt und Tierwohl ernst nimmt.

7. Decathlon – Repair Friday statt Rabattschlacht

Der Sportartikelhändler Decathlon hat sich ebenfalls bewusst gegen die klassische Black-Friday-Strategie entschieden. Anstatt Produkte billiger zu machen, bietet das Unternehmen an diesem Tag kostenlose Reparaturservices an, vom Flickservice für Zelte bis zum Ersatz von Reissverschlüssen oder Reifen.


So entsteht aus einem Konsumtag ein Tag der Verantwortung: Wer repariert, verlängert die Lebensdauer seiner Ausrüstung, schont Ressourcen und spart langfristig Geld.

Mit dem „Repair Friday“ lenkt Decathlon den Fokus weg vom schnellen Haben hin zum bewussten Nutzen und setzt ein starkes Zeichen gegen den Wegwerftrend.


Bei Alpahirt steht derselbe Gedanke im Zentrum: lieber erhalten, pflegen und wertschätzen als ersetzen. Das gilt für unsere Tiere genauso wie für unsere Produkte.

Quelle: Nielsen

 

8. Vaude – Bewusster Konsum statt Rabattfieber

Die deutsche Outdoor-Marke Vaude verzichtet seit Jahren konsequent auf Black-Friday-Rabatte. Stattdessen nutzt sie die grosse Bühne des Konsumtags, um auf ein anderes Thema aufmerksam zu machen: bewussten Konsum. In ihrer jährlichen Kampagne ruft Vaude dazu auf, nichts zu kaufen, was man nicht wirklich braucht. 


Das Unternehmen produziert klimaneutral, legt seine Lieferketten offen und steht für faire Arbeitsbedingungen. Während andere Marken am Black Friday Millionen in Werbung investieren, investiert Vaude in Vertrauen, unter dem Motto: „Verantwortung ist das neue Statussymbol.“


Auch bei Alpahirt gilt: Nachhaltigkeit ist kein Werbespruch, sondern eine Haltung. Wir verzichten auf künstliche Lockangebote, weil wir glauben, dass ehrliche Arbeit und Transparenz mehr Wert haben als jedes Preisschild.

9. Freitag – Kein Sale, kein Frust, nur Sinn

Die Zürcher Taschenmarke Freitag geht ihren ganz eigenen Weg und entgeht so dem allgemeinen Black Friday Frust. Während rundherum Prozentzeichen blinken, bleiben die Türen zwar hier geöffnet, jedoch ohne Rabate und ohne besondere Aktionen.


Stattdessen lädt das Label dazu ein, gebrauchte Taschen zurückzubringen oder zu reparieren. Aus alten LKW-Planen entstehen neue Unikate, jedes mit seiner eigenen Geschichte.


Freitag zeigt, dass echtes Design nicht laut sein muss. Die Marke spricht Menschen an, die lieber bewusst auswählen als impulsiv kaufen. Der Black Friday wird so zu einem stillen Tag der Entschleunigung, aslo ein Moment, in dem Konsum eine Pause macht.


Auch bei Alpahirt steht dieser Gedanke im Mittelpunkt: Produkte mit Herkunft, die bleiben. Dinge, die nicht in Saisonkampagnen denken, sondern im Kreislauf der Natur.

10. Alpahirt – Bewusst geniessen statt blind kaufen: Fair Friday

Während viele am Black Friday auf der Jagd nach Schnäppchen sind, fragen wir uns bei Alpahirt: Brauchen wir wirklich mehr oder einfach Besseres?


Für uns heisst das: weniger Fleisch essen, dafür echtes Naturfleisch geniessen. Unsere Tiere leben auf Bündner Weiden, ernähren sich von Gras, Alpenkräutern und Heu. Keine Zusatzstoffe, keine unnatürliche Fütterung, keine versteckten Kompromisse.


Black Friday steht für kurzlebige Entscheidungen. Alpahirt steht für das Gegenteil: für Genuss, der bleibt, weil er ehrlich ist.

Fazit: Black Friday neu gedacht

Der Black Friday zeigt jedes Jahr, wie verlockend kurzzeitige Angebote wirken können und wie leer sie sich danach oft anfühlen. Doch weltweit entstehen immer mehr Ideen, die beweisen: Es geht auch anders und Black Friday Frust muss nicht sein.


Von Patagonia bis Freitag, von REI bis Alpahirt … überall wächst das Bewusstsein, dass echter Wert nicht im Rabatt liegt, sondern in der Verantwortung für das, was wir konsumieren.


Vielleicht beginnt die Veränderung genau hier: wenn wir uns fragen, was uns wirklich guttut.


Nicht mehr kaufen, sondern besser wählen. 

Nicht schneller leben, sondern bewusster geniessen.


Und wer diesen Gedanken mit nach Hause nehmen will, findet bei Alpahirt kein Sonderangebot, sondern ehrliches Naturfleisch, das seinen Preis wert ist.

Quellen

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