Klima und Gesundheit schützen, ohne gleich vegan zu werden

Klima und Gesundheit schützen, ohne gleich vegan zu werden - Alpahirt

Klima und Gesundheit schützen, ohne gleich vegan zu werden

Die Diskussionen rund um die Auswirkungen von Fleischkonsum auf Umwelt und Gesundheit haben viele dazu bewegt, eine pflanzliche Ernährung als den goldenen Weg zur Rettung unseres Planeten und zur Förderung unserer Gesundheit zu betrachten. Doch ist der vollständige Verzicht auf tierische Produkte, also eine vegane Ernährungsweise, wirklich die einzige Lösung? Kann man nur so verantwortungsvoll mit den Ressourcen unserer Erde umgehen und gleichzeitig ein gesundes Leben führen?

In diesem Artikel möchten wir eine differenzierte Perspektive einnehmen und aufzeigen, dass es durchaus machbar ist, das Klima und die eigene Gesundheit zu schützen, ohne radikal vegan leben zu müssen. Wir erkunden alternative Wege, die sowohl die Reduktion des ökologischen Fussabdrucks unserer Ernährung als auch die Deckung des Bedarfs an essenziellen Nährstoffen ermöglichen.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Naturfleisch, das eine nachhaltige Alternative zu konventionell produziertem Fleisch darstellt. Es zeigt auf, wie bewusster Konsum und verantwortungsvolle Produktion Hand in Hand gehen können.

Durch eine Annäherung an das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln wollen wir eine Brücke schlagen zwischen dem Wunsch nach einem umweltfreundlichen Lebensstil und der Notwendigkeit, unseren Körper mit allen benötigten Nährstoffen zu versorgen. Besonders ans Herz legen möchten wir auch unseren Beitrag: “Was wäre, wenn alle Schweizer Veganer werden?”.

Der ökologische Fussabdruck durch verschiedene Ernährungsgewohnheiten

Der ökologische Fussabdruck, den unsere Ernährungsgewohnheiten hinterlassen, ist enorm und variiert stark. Es kommt darauf an wie und wo die Nahrungsmittel produziert werden. Ein tieferer Blick in die CO₂-Emissionen und den Wasserverbrauch verschiedener Landwirtschaftsformen offenbart, wie du durch bewusste Entscheidungen einen Unterschied machen kannst.

Konventionelle Landwirtschaft, oft kritisiert für ihren hohen Einsatz von chemischen Düngemitteln und Pestiziden, ist zudem ein grosser Verbraucher fossiler Brennstoffe. Dies resultiert in hohen CO₂-Emissionen und einem erheblichen Wasserverbrauch.

Im Gegensatz dazu steht die regenerative Landwirtschaft, die durch den Verzicht auf chemische Zusätze und durch nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden, wie Fruchtwechsel und natürliche Schädlingsbekämpfung, den Boden kaum belastet. Der Wasserverbrauch ist geringer, vornehmlich durch die Tatsache, dass hier kein Kraftfutter (Soja und Co.) angebaut und bewässert werden muss. Aber auch da biologisch bewirtschaftete Böden eine bessere Wasserspeicherung aufweisen. Die CO₂-Emissionen sind durch den geringeren Energieverbrauch und die Bindung von Kohlenstoff im Boden ebenfalls niedriger.

Pflanzliche Ernährung wird häufig als die umweltfreundlichste Option angepriesen. Iensbesondere wegen des geringeren CO₂-Fussabdrucks und Wasserverbrauchs im Vergleich zur industriellen Fleischproduktion. Dennoch variiert der ökologische Fussabdruck pflanzlicher Lebensmittel stark, abhängig von Anbau, Transport und Verarbeitung.

Die Nachhaltigkeit von Nahrungsmittelproduktionssystemen ist ein komplexes Feld, das nicht nur ökologische, sondern auch soziale und ökonomische Aspekte umfasst. Während pflanzliche Ernährung und regenerative oder auch biologische Landwirtschaft positive Ansätze bieten, ist es wichtig, ein ganzheitliches Verständnis für die Produktionsketten zu entwickeln.

Letztlich geht es darum, Systeme zu fördern, die nicht nur umweltschonend, sondern auch gerecht und für zukünftige Generationen tragfähig sind. Deine Entscheidungen am Esstisch spielen dabei eine zentrale Rolle. Durch eine informierte Wahl und Unterstützung nachhaltiger Praktiken kannst du aktiv zum Klimaschutz beitragen. Dabei musst du auf Vielfalt und Genuss nicht verzichten.

Gesundheitliche Aspekte der Ernährung

Die gesundheitlichen Aspekte unserer Ernährung sind vielfältig und komplex, speziell, wenn es um die Rolle tierischer Produkte geht. Diese liefern eine Reihe essenzieller Nährstoffe, die für den menschlichen Körper wichtig sind. Dazu zählen unter anderem hochwertige Proteine, Vitamin B12, Eisen, Zink, Calcium und Omega-3-Fettsäuren. Diese Nährstoffe sind in tierischen Produkten, vornehmlich in Naturfleisch, nicht nur reichlich vorhanden, sondern auch in einer Form, die der Körper gut aufnehmen kann.

Wichtige Nährstoffe

Proteine aus tierischen Quellen enthalten alle essenziellen Aminosäuren in einem optimalen Verhältnis für den menschlichen Körper. Vitamin B12, ausschliesslich in tierischen Produkten zu finden, ist unentbehrlich für die Bildung roter Blutkörperchen und die Funktion des Nervensystems. Eisen aus Fleisch (Häm-Eisen) wird vom Körper besser absorbiert als das Eisen aus pflanzlichen Quellen.

Ähnlich verhält es sich mit Zink, das für das Immunsystem zwingend erforderlich ist. Und auch mit Omega-3-Fettsäuren, die eine wichtige Rolle für das Herz-Kreislauf-System und die Gehirngesundheit spielen.

Die vegane Ernährung, die auf den Verzicht aller tierischen Produkte setzt, hat in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen, vor allem wegen ihrer vermeidlichen Vorteile für die Gesundheit und die Umwelt. Aber aktuell wird das alles infrage gestellt.

Immer mehr Veganer kehren zurück zu einer ausgewogenen Ernährung mit Fleisch, da sie mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatten. Nach der Umstellung normalisierte sich deren Gesundheitszustand schnell. Mehr dazu in einem unserer nächsten Blogs. Wer allerdings darauf nicht warten möchte, kann sich gerne schon einmal dieses YouTube Video anschauen.

Risiken einer veganen Ernährung

Allerdings birgt die vegane Ernährung auch Risiken, wenn sie nicht sorgfältig geplant wird. Die ausschliesslich pflanzliche Ernährung kann zu einem Mangel an Vitamin B12, Eisen, Calcium, Zink und Omega-3-Fettsäuren führen. Besonders Vitamin B12-Mangel kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Deshalb ist es wichtig, bei einer veganen Ernährungsweise auf eine ausreichende Zufuhr dieser Nährstoffe zu achten. Sei es durch die Auswahl entsprechender Lebensmittel oder durch Supplemente.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist eine ausgewogene Ernährung, die sowohl pflanzliche als auch tierische Produkte in Massen umfasst, eine effektive Methode, um den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen und das Risiko für chronische Krankheiten zu minimieren.

Dabei ist es jedoch wirklich entscheidend, auf die Qualität der Lebensmittel zu achten und nachhaltig produzierte, möglichst unverarbeitete Produkte zu bevorzugen, ganz nach dem Prinzip von Feed no Food. So kann jeder einzelne nicht nur zur eigenen Gesundheit beitragen, sondern auch einen positiven Einfluss auf das Klima und die Umwelt ausüben.

Naturfleisch als nachhaltigste und ethischste Alternative

Naturfleisch steht für eine Produktionsweise, die sich durch eine Rückbesinnung auf natürliche Kreisläufe und Respekt vor der Natur auszeichnet. Im Gegensatz zur konventionellen Fleischproduktion, die oft durch Massentierhaltung, den Einsatz von Antibiotika und einen hohen Ressourcenverbrauch gekennzeichnet ist, fokussiert sich die Produktion von Naturfleisch auf Nachhaltigkeit und Tierwohl.

Die Tiere, von denen Naturfleisch stammt, weiden auf natürlichen Graslandschaften. Hier ernähren sie sich von dem, was die Natur ihnen bietet. Diese Art der Landwirtschaft trägt nicht nur zum Erhalt der Biodiversität und der Bodengesundheit bei, sondern reduziert auch den Bedarf an chemischen Düngemitteln und Pestiziden. Im Vergleich zur intensiven Landwirtschaft weist sie zudem einen deutlich niedrigeren CO₂-Fußabdruck auf, da Graslandschaften Kohlenstoff binden und somit zur Minderung der Treibhausgasemissionen beitragen. Nicht zuletzt ernähren sich die Tiere so auf ganz natürliche Art und Weise, wie sie es seit Tausenden Jahren tun. 

Vorteile für Umwelt und Klima

Durch den Verzicht auf Kraftfutter und den geringeren Einsatz von Maschinen und synthetischen Hilfsmitteln ist die Produktion von Naturfleisch wesentlich ressourcenschonender. Die extensive Weidehaltung fördert zudem die Bodenqualität und unterstützt ein gesundes Ökosystem. Verglichen mit der konventionellen Fleischproduktion, kann Naturfleisch somit als ein wichtiger Schritt hin zu einer umweltfreundlicheren Ernährungsweise betrachtet werden.

Beitrag zu einer nachhaltigen Ernährung

Naturfleisch kann eine zentrale Rolle in einer ausgewogenen und nachhaltigen Ernährung spielen. Durch seinen Reichtum an essenziellen Nährstoffen wie hochwertigen Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen, bietet es eine wertvolle Ergänzung zu pflanzlichen Lebensmitteln. Gleichzeitig ermöglicht die Wahl von Naturfleisch den Konsumenten, aktiv eine umweltverträglichere und ethischere Form der Landwirtschaft zu unterstützen.

Indem man sich für Naturfleisch entscheidet, trägt man nicht nur zum eigenen Wohlbefinden bei, sondern fördert auch eine Landwirtschaft, die im Einklang mit der Natur steht. Es geht darum, ein Bewusstsein für die Herkunft unserer Nahrungsmittel zu entwickeln und diejenigen Produktionsmethoden zu bevorzugen, die langfristig tragfähig sind. Naturfleisch repräsentiert einen solchen Ansatz, indem es gesundheitliche Vorteile mit einem positiven Einfluss auf die Umwelt und das Klima vereint. Lies hierzu gerne auch unseren Beitrag: “Der Mensch ist was er isst”.

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