Ein Grundriss, viele Hände: Die Produzentenkarte fürs Haus zur Metzg

Ein Grundriss, viele Hände: Die Produzentenkarte fürs Haus zur Metzg

Zum ersten Mal zeigen wir im Detail, wie das Haus zur Metzg am Churer Arcas aussehen wird: den Grundriss, die Räume, die Wege durchs Haus und das Konzept dahinter. Noch sind es Linien, Mauern, Baustelle und Vorstellungskraft. Aber für uns fühlt es sich schon jetzt nach mehr an: nach Kaffee am Morgen, nach einem Fleisch-Käse-Plättli am Nachmittag, nach einem Glas Wein am Abend, nach guten Gesprächen und nach einem Ort, an dem man gerne etwas länger bleibt.

Am 5. Dezember 2026 eröffnen wir das Haus zur Metzg am Churer Arcas. Bis dahin entsteht nicht einfach ein Laden mit Bistro. Es entsteht ein Ort für Naturfleisch, Alpkäse, Kaffee, Wein, Apéro, Mittagssuppe und Begegnungen mitten in der Altstadt. Und vor allem: ein Ort, an dem sichtbar wird, wer hinter gutem Geschmack steht.

Im neuen Video nehmen wir dich deshalb einmal mit durchs Haus: vom Grundriss über die geplanten Räume bis zur Frage, wie aus einzelnen Produkten ein stimmiges Ganzes wird. Dieser Blog geht noch einen Schritt weiter – und stellt die Menschen hinter der Produzentenkarte einzeln ins Zentrum.

 

Der Ursprung bleibt bei den Landwirten

Im Zentrum stehen weiterhin unsere rund 80 Landwirte, die meisten aus der Surselva. Von ihnen kommen die Tiere, die Alpahirt seit Jahren prägen. Nicht anonym, nicht austauschbar, nicht irgendwoher.

Für uns ist das wichtig, weil gutes Fleisch nicht erst in der Produktion beginnt. Es beginnt auf der Wiese, im Stall, auf der Alp, im Umgang mit dem Tier und in der Entscheidung, nicht einfach möglichst viel, sondern möglichst richtig zu machen.

Das passt zu dem, wofür Alpahirt steht: Naturfleisch aus Graubünden, ohne unnötige Zusatzstoffe, ohne Abkürzungen, mit Respekt vor Tier, Natur und Mensch. In den Alpahirt-Leitlinien ist diese Haltung klar verankert: Verantwortung, Qualität, Vertrauen, Regionalität und ehrlicher Genuss gehören zusammen.

Sialm: Geduld, Bergluft und Handwerk

Unser Trockenfleisch produzieren wir seit vielen Jahren bei Sialm in Segnas. Davina und Anselm Sialm sind für uns wichtige Partner in einem Familienbetrieb, der das Fleischtrocknen seit Generationen pflegt. Mit ihnen verbindet uns ein Handwerk, das nicht laut sein muss, weil es für sich spricht.

Trockenfleisch braucht Zeit. Es braucht Erfahrung. Und es braucht Menschen, die verstehen, dass man Geschmack nicht beschleunigen kann, ohne etwas zu verlieren.

Genau deshalb gehört Sialm auf die Produzentenkarte vom Haus zur Metzg. Weil dort nicht einfach Fleisch verarbeitet wird. Dort wird ein Stück Bündner Esskultur weitergetragen.

Maran: Käse, Joghurt und Alpkultur

Der Käse fürs Fleisch-Käse-Plättli kommt insbesondere von der Sennerei Maran. Mit Jan Luzzi und seinem Team haben wir Partner, die sehr gut zu diesem Haus passen.

Maran steht für Alpkäse, für Milch aus den Bergen und für ein Handwerk, das nah an der Landschaft ist. Für unser Plättli ist das entscheidend. Denn Fleisch und Käse sollen nicht nebeneinander liegen wie zwei Produkte aus einem Sortiment. Sie sollen zusammengehören.

Auch das Joghurt fürs Granola kommt von der Sennerei Maran. Am Morgen oder zum Znüni soll daraus etwas Einfaches entstehen: ein gutes Joghurt, ein gutes Granola, vielleicht später ergänzt mit Schlosshonig. Kein grosses Theater. Einfach sauber gemacht.

Andreas Caminada, Bio-Tisch und die feine Säure

Eine besondere Freude ist für uns die Zusammenarbeit mit Spitzenkoch Andreas Caminada rund um das Schloss Schauenstein in Fürstenau.
Diese Verbindung ist nicht zufällig entstanden. Während unserer Zwischenjahre in Fürstenau waren Alpahirt und Caminada Nachbarn. Nach dem Brand in Tschiertschen wurde Fürstenau für uns zu einem wichtigen Übergangsort: ein Ort zum Weitermachen, Nachdenken und Neuaufbauen.

Fest eingeplant sind Caminadas Pickles aus Gemüse von Marcel Foffa vom Bio-Tisch im Domleschg.
Das klingt vielleicht nach einer kleinen Beilage. Für uns ist es mehr.
Gute Pickles bringen Säure, Frische und Spannung. Sie machen Naturfleisch und Käse runder. Sie sorgen dafür, dass ein Plättli nicht einfach reichhaltig ist, sondern lebendig bleibt.

Marcel Foffa passt dabei wunderbar in diese Geschichte. Bio-Tisch steht für Gemüse aus dem Domleschg, für Boden, Saison und Vielfalt. Andreas Caminada bringt das Gespür dafür mit, wie aus guten Zutaten ein stiller, präziser Genussmoment wird. Genau diese Verbindung möchten wir im Haus zur Metzg spürbar machen.

Ein Schloss-Salami aus Alpenschwein

Mit Andreas Caminada entwickeln wir zudem etwas gemeinsam, das sehr gut zu Alpahirt passt: einen Schloss-Salami aus Alpenschwein.

Die Idee dahinter ist einfach und stark. Das Alpenschwein wird mit Molke statt Kraftfutter gefüttert. Also mit dem, was in einer alpinen Lebensmittelwelt ohnehin vorhanden ist. Das ist für uns nicht nur romantisch, sondern logisch.
Molke statt Kraftfutter. Kreislauf statt Abkürzung. Geschmack statt Blabla.

Noch ist der Schloss-Salami in Entwicklung. Aber schon jetzt zeigt er, in welche Richtung das Haus zur Metzg wachsen soll: nicht beliebiger, sondern genauer.

Holzstangl: Das Brett erzählt mit

Serviert wird das Fleisch-Käse-Plättli auf Holzplättli von Holzstangl. Dahinter steht Max Stangl aus Gontenschwil, ein Künstler am Holz.
Ein Brett ist schnell unterschätzt. Dabei ist es der Moment, in dem man das Haus zur Metzg in der Hand hält. Holz, Fleisch, Käse, Pickles, Brot, Glas, Gespräch. Alles kommt zusammen.

Max Stangl arbeitet mit einer Ruhe und Eigenständigkeit, die gut zu Alpahirt passt. Nichts wirkt austauschbar. Jedes Stück trägt Spuren von Material, Hand und Zeit.
Auch die mobilen Verkaufsstände im Haus zur Metzg werden von Holzstangl kommen. Damit wird das Handwerk nicht nur auf dem Tisch sichtbar, sondern auch im Raum.

Marxers Kochwelt: Eine Suppe für den Mittag

Für die Suppen am Mittag arbeiten wir mit Dario und Stela Marxer von Marxers Kochwelt zusammen.

Die Suppe ist für uns wichtig, weil sie das Haus zur Metzg niederschwellig macht. Man muss nicht immer gross essen. Manchmal reicht etwas Warmes, ein Stück Brot und ein Glas Wasser.

Dario und sein Team kennen Alpahirt seit Jahren. Da ist Vertrauen da. Und ein gemeinsames Verständnis dafür, dass einfach nicht lieblos heissen darf.

Brot von Weber und Merz

Beim Brot setzen wir auf die Bäckerei Weber Davos und Merz Chur.

Bei Weber ist Ralf Treuthardt unser Kontakt. Bei Merz ist es Roni Merz. Beide stehen für Bäckereihandwerk, das in einem Haus wie der Metzg nicht Nebensache sein kann.
Denn ein Hotdog ist nur so gut wie das Brot, das ihn trägt. Und ein Plättli ist nur halb so schön, wenn das Brot nicht stimmt.

Mit Merz verbindet uns zudem bereits eine lange Geschichte: Die Alpahirt-Brezel werden dort seit Jahren produziert und in den Filialen verkauft. Genau solche gewachsenen Beziehungen möchten wir im Haus zur Metzg weiterführen.

Khoga Guat: Nusstorte und Birnenbrot

Auch Khoga Guat mit Roger Calötscher kommt auf die Produzentenkarte – mit Nusstorte und Birnenbrot.
Das passt gut, weil das Haus zur Metzg nicht nur Fleischort sein soll. Es soll ein Ort sein, an dem Bündner Geschmack in verschiedenen Formen sichtbar wird. Salzig, süss, sauer, kräftig, fein. Ein Ort, an dem man etwas für sofort findet und etwas für später mitnimmt.

Wein: Graubünden ins Glas

Zum Fleisch-Käse-Plättli gehört ein gutes Glas Wein. Auch hier setzen wir auf Menschen, nicht auf austauschbare Etiketten.

Von von Tscharner kommt Wein von Johann-Baptista von Tscharner, Adrians Studienkollege und Winzer.
Von Lipp kommen Weine von Carina Lipp und Schnäpse von Reto Lipp.
Aus Südbünden kommt Merlot von Madlaina Erni von Viticomtura Rohner Erni.
Und mit Plozza stehen wir über Loris Zanolari in Kontakt. So sollen im Haus zur Metzg alle Churer Weinlagen sichtbar werden.

Geplant ist, dass es von allen vier Weinpartnern jeweils einen roten und einen weissen Wein im Offenausschank gibt.
So wird die Weinkarte nicht riesig. Aber sie wird bewusst. Genau das passt zu Alpahirt: weniger Auswahl um der Auswahl willen, mehr Klarheit im Glas.

Bier, Gazosa und Apéro

Bier und Gazosa kommen von Engadiner Bier aus S-chanf. Hier sind Daniel Käslin und Sergio Greco wichtige Menschen für uns.

Sergio ist zudem ein langjähriger Bündner Freund, die Stimme vom Steinbock Giachen und ehemaliger Alpahirt-Aussendienstmitarbeiter.

Das freut uns besonders, weil solche Verbindungen nicht auf dem Papier entstehen. Sie wachsen über Jahre.

Zum Apéro planen wir ausserdem einen selbstgemachten Röteli Spritz und einen Iva Spritz. Beides soll nicht nach Trendgetränk klingen, sondern nach einem kleinen Moment an dr Sonne auf dem Arcas.

Kaffee: Sehr, sehr wichtig

In einem Bistro ist Kaffee nicht Nebensache. Eigentlich ist Kaffee einer der ehrlichsten Tests.

Darum arbeiten wir mit Quinta Coira aus Chur und der Keller Kaffeerösterei aus Zizers. Bei Quinta Coira ist Pasquale Sergi unser Kontakt. Bei der Keller Kaffeerösterei sind es die Brüder Fabrizio und Silvio Keller.

Quinta Coira bringt den Espresso-Spezialitätenkaffee ins Haus. Keller sorgt mit dem Aromatico für einen Kaffee, der im Alltag funktioniert. Genau diese Mischung gefällt uns: etwas Besonderes für jene, die genau hinschmecken, und ein richtig guter Café Crème für alle, die einfach sagen: “So muss Kaffee sein.”

Das Haus selbst hat auch Menschen dahinter

Natürlich besteht das Haus zur Metzg nicht nur aus Essen und Getränken.

Die Bürgergemeinde Chur macht diesen Ort als Eigentümerin und Vermieterin überhaupt erst möglich. Bürgermeisterin Andrea Thür-Suter unterstützt das gemeinsame Projekt mit grossem Vertrauen seit Jahren. Sie zieht zusammen mit der Bürgerkanzlei ebenfalls in den ersten Stock des Hauses ein. Das bedeutet uns viel, weil das Haus zur Metzg ein geschichtsträchtiger Ort ist – und weil man mit Geschichte sorgfältig umgehen muss.

Das Gebäude wurde erstmals im Jahr 1254 erwähnt. Genau deshalb geht es hier nicht nur um eine neue Nutzung, sondern auch um Respekt vor einem Stück Churer Stadtgeschichte.

Thomas Schwander von Schwander & Sutter Architekten gibt dem Haus räumlich eine neue Ordnung. Der Grundriss, den wir erstmals gezeigt haben, ist deshalb nicht einfach ein Plan. Er ist die erste sichtbare Übersetzung unserer Idee.

Manuela Zala, Architektin und Teilhaberin bei Alpahirt, bringt es schön auf den Punkt: «Ein Grundriss zeigt Räume, unsere Produzenten-WG zeigt Beziehungen.» Genau darum geht es hier. Nicht nur um Quadratmeter, sondern um Herkunft, Handwerk und Genuss.

Tobias Ryser bringt mit seinen Naturfotografien die Landschaft ins Haus. Nicht als Dekoration, sondern als Erinnerung daran, wo alles beginnt: draussen, beim Gras, bei den Tieren, beim Wetter, bei den Menschen, die mit der Natur arbeiten.

Und Nico Janutin von Foliadra sorgt mit Beschriftung und Besucherführung dafür, dass das Haus nicht nur schön, sondern auch verständlich wird. Wer reinkommt, soll spüren, wo er ist und wer dahintersteht.

Warum wir das alles erzählen

Vielleicht könnte man sagen: Macht doch einfach auf. Schneidet Fleisch auf, schenkt Wein ein, serviert Kaffee. Warum also ein Video? Warum ein Blog über jeden einzelnen Produzenten?

Das Haus zur Metzg soll nicht einfach ein weiterer schöner Ort werden. Es soll ein Ort werden, an dem Beziehungen sichtbar sind. Zwischen Landwirten und Handwerk. Zwischen Käse und Fleisch. Zwischen Schlossküche und Bio-Gemüse. Zwischen Holz, Brot, Wein, Kaffee und Menschen.

Unser Fleisch-Käse-Plättli ist im laufenden Crowdfunding bisher die meistgebuchte Belohnung. Das freut uns riesig. Weil dieses Plättli eigentlich alles erzählt, worum es geht.
Ein Brett. Viele Hände. Ehrlicher Geschmack.

Am 5. Dezember 2026 eröffnen wir das Haus zur Metzg am Churer Arcas. Im Video zeigen wir erstmals im Detail, wie dieses Haus aussehen wird. In diesem Blog zeigen wir, wer es mit möglich macht. Bis zur Eröffnung brauchen wir Menschen, die mittragen, weitererzählen und sich schon jetzt ein Stück davon sichern.

Schau dir das Video an, lerne die Menschen hinter dem Haus kennen – und sichere dir jetzt deine Belohnung:
alpahirt.ch/crowdfunding

Danke an alle Produzentinnen, Produzenten, Partnerinnen und Partner, die diesen Ort mit möglich machen. Und danke an alle, die das Haus zur Metzg schon jetzt unterstützen.

Aus einem Grundriss wird ein Haus.
Aus vielen Händen wird ein Ort.
Und aus gutem Geschmack hoffentlich eine Geschichte, die man weitererzählt.

 

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